Von leuchtenden Bakterien, Nachhaltigkeit und den Windmühlen…

So, nun ist diese ganze Geschichte also wirklich passiert und der Drachentöter und ich haben den Schritt gewagt, einen gemeinsamen Blog zu starten. Ganz sicher, wo uns das hinführen wird, sind wir glaube ich beide noch nicht, aber nur, weil man das Ziel nicht kennt, sollte man vielleicht nicht immer davor zurückschrecken, einen neuen Weg zu gehen.

Was einen Student der Sozialwissenschaften und eine Studentin der Biotechnologie dazu bewegt, einen gemeinsamen Blog zu schreiben, mag vielen Leuten zunächst schleierhaft erscheinen. Wenn Menschen aus Geistes- und Naturwissenschaften zusammenkommen, kommt es mir manchmal so vor, als kämen sie von unterschiedlichen Planeten oder sprächen zumindest andere Sprachen. Lebt man jedoch miteinander, merkt man häufig, wie sehr einige Themengebiete sich überschneiden. Und dann sind da außerdem diese Momente, in denen man plötzlich gezwungen ist, eine Kommunikationsebene zu finden, einfach weil man das dringende Bedürfnis hat, mitzuteilen, was genau einen denn gerade beschäftigt, umtreibt oder zur Weißglut bringt. Genau diese Situationen enden dann manchmal in mitternächtlichen Debatten über feministischen poststrukturalistischen Dekonstruktivismus oder der schichten Erkenntnis, dass man einen Biofilm im Abflussrohr hat.

Gerade wenn es zu Themen wie Nachhaltigkeit, Biopiraterie oder Gentechnik kommt, spielen häufig gesellschaftliche und naturwissenschaftliche Aspekte gleichermaßen eine Rolle. Erfahrungsgemäß trifft man jedoch insbesondere bei Menschen in den Naturwissenschaften auf eine unfassbare Ignoranz und häufig sehr viel Desinteresse, wenn man versucht, die Aufmerktsamkeit mal auf Themen zu lenken, die nicht direkt etwas mit Bakterien oder Stresshormonen in Pflanzen zu tun haben. Auf der anderen Seite ist die Bereitschaft, sich vorurteilsfrei mit Innovationen, Gentechnik oder Antibiotikaresistenzen auseinanderzusetzen, meistens nicht sonderlich viel größer. Als jemand, den mittlerweile beide „Welten“ faszinieren ist diese Ignoranz manchmal schwer erträglich… wo wir endlich bei den im Titel erwähnten Windmühlen angelangt sind, gegen die man so häufig kämpft.

Neben kommentierten News und Dingen, die die (wissenschaftliche) Weltgeschichte ansonsten so bewegen, werde ich es mir in erster Linie zur Aufgabe machen, mich mit eben oben genannten Themen auseinanderzusetzen. Außerdem wird es wohl auch mal Beiträge zum ganz normalen Uni-, Labor- und Lebensalltag geben, so wie zu Dingen, die mich zu, meistens mit einem Augenzwinkern versehenen, Aufregern verleiten.

In diesem Sinne, La Donna Quichotte

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